Aktuelles


16.08.2018, Konjunktur
Eine deutliche Währungsabwertung kann als Chance für eine wirtschaftliche Neuausrichtung angesehen werden, da es die Möglichkeit von preislichen Wettbewerbsvorteilen schafft. In der Türkei ist dies jedoch nicht zu erwarten. Zweifel an der dortigen Wirtschaftspolitik verhindern eine Neuausrichtung der Angebotsseite. Denn die zunehmende Verunsicherung durch die Politik und den Devisenkurs belastet die Attraktivität des Investitionsstandorts, was wiederum das Ungleichgewicht in der Wirtschaft und damit das Risiko einer Inflations- und Abwertungsspirale erhöht.
15.08.2018, Konjunktur
Die aktuelle Entwicklung um die türkische Lira gleicht einer klassischen Korrektur bzw. Überreaktion von Devisenmärkten. Diese sollte insofern weniger kritisch gesehen werden, da nun ausgeglichenere Erwartungen den kurzfristigen Verlauf der Lira stützen könnten. Eine deutliche Abwertung stabilisiert die Währung eines Landes mit strukturellen Problemen und einseitigen Abwertungserwartungen eher als Maßnahmen wie z. B. IWF-Hilfen oder Leitzinsanhebungen. Hierfür sind Devisenkurse anderer Schwellenländer, wie zum Beispiel der südafrikanische Rand, ein Beispiel. In welchem Maße die türkische Lira jedoch mittelfristig wieder Boden gut machen kann, hängt entscheidend von der türkischen Regierung selbst ab. Aufgrund der sich abzeichnenden negativen realwirtschaftlichen Implikationen sind jedoch drastische Maßnahmen wie verschärfte Kapital- und Devisenkurskontrollen nicht auszuschließen, was der Lira auf Sicht wenig helfen sollte.
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