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Elektrizitätserzeugung und -verteilung: Umwelt- und Energietechnik mit Perspektive, Konsolidierung bei Lampen und Leuchten sowie Photovoltaik

[Düsseldorf, 17. Juni 2010] Die IKB erwartet für die Branche der Elektrizitätserzeugung und -verteilung im aktuellen Jahr ein Wachstum von ca. 3%. Nach dem Umsatzeinbruch von 19% im Jahr 2009 ist damit wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Die Umsatzniveaus aus den Jahren vor der aktuellen Wirtschaftskrise werden voraussichtlich jedoch bis einschließlich 2013 nicht erreicht. Die Branche umfasste im Jahr 2008 ein Umsatzvolumen von rund 101 Mrd. €. Sie wird dominiert von den Teilbranchen Elektrizitätsverteilung (2008: 55 Mrd. € Umsatz inklusive Photovoltaik mit 7 Mrd. € Umsatz) und Automobilelektronik (2008: 20 Mrd. € Umsatz). Zur Branche gehören ferner „Elektromotoren und Generatoren“, „Elektrokabel“, „Batterien“ sowie „Lampen und Leuchten“.

In der Branche herrscht ein hoher Preis- und Wettbewerbsdruck. Die kontinuierliche Innovationsführerschaft bleibt existenziell für deutsche Produzenten. Positive Branchenentwicklungen erwartet die IKB mittel- wie langfristig insbesondere in der Umwelt- bzw. Energietechnik, also bei energieeffizienten und Ressourcen schonenden Produkten. Nicht zuletzt in der Industrie besteht ein wachsender Bedarf an energieeffizienten Motoren, Antriebssystemen und Anlagen, die über den gesamten Lebenszyklus hinweg erhebliche Kosteneinsparungen ermöglichen.

Unter besonderem Druck steht die Teilbranche „Lampen und Leuchten“: Um langfristig im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, müssen deutsche Produzenten aktuell gleich auf drei dramatische Einflüsse geeignete Antworten finden: Sowohl die neue EU-Glühlampen-Verordnung als auch die aktuelle Einführung der LED als Lichtquelle der Zukunft verändern momentan grundlegend das Gesicht der Branche. Daneben belastet auch der stark zunehmende Wettbewerb durch asiatische Low-Cost-Produkte. Deshalb ist mit einer weiteren Konsolidierung zu rechnen.

Vor einschneidenden Veränderungen steht auch die Solarindustrie. Der Deutsche Bundestag hat im Mai 2010 die Novelle des EEG beschlossen. Die dort geregelte Herabsetzung der Förderung reduziert die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Photovoltaik-Hersteller im Vergleich zum asiatischen respektive chinesischen Wettbewerb. Mittelfristig wird eine Abwanderung der Zell- und Modulherstellung nach Asien unausweichlich, der Kostenvorteil der Produktion liegt dort aktuell bei ca. 30 bis 40 %. In Übereinstimmung mit Schätzungen aus der Branche geht die IKB davon aus, dass kurzfristig bis zu 40 % der derzeit tätigen Zell- und Modulhersteller den Markt verlassen werden.

Zur Branchenanalyse Elektrizitätserzeugung und -gewinnung

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