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[Düsseldorf, 15. März 2010] Die Produktion im Holzgewerbe ist 2009 um rund 12
% eingebrochen. Die IKB Deutsche Industriebank geht davon aus, dass die schwache
Baukonjunktur und die verhaltene Konsumneigung der privaten Haushalte den Absatz
von Holzprodukten auch im laufenden Jahr beeinträchtigen werden. Erst ab 2011
erwartet die Bank wieder ein moderates Wachstum für die Branche von etwa 2 %.
Der Konsolidierungsprozess im Holzgewerbe ist noch nicht abgeschlossen.
Aufgrund verhaltener Ertragsaussichten und mangelnder Finanzkraft – auch
nachgelagerter Betriebe – sind die Übernahmeaktivitäten in der Branche
allerdings fast gänzlich zum Erliegen gekommen. Unabhängig davon ist der Trend
zu größeren Unternehmenseinheiten ungebrochen. Die weltweite Wirtschaftskrise
und das damit einhergehende Wegbrechen der Absatzmärkte schlugen sich bereits
2008 in einem deutlichen Anstieg der Insolvenzen vor allem kleinerer Firmen
nieder. Diese Entwicklung hat sich 2009 fortgesetzt.
Auf dem Inlandsmarkt wie auch im Export eröffnen sich dennoch in einigen
Produktfeldern durchaus noch gute Wachstumschancen. So nimmt die Nachfrage nach
kombinierten Holz-Kunststoff-Werkstoffen (Wood-Plastic-Composite: WPC) deutlich
zu; Zuwächse verzeichnen darüber hinaus Säge-Nebenprodukte, die in der
Wärmegewinnung und als Dämmschutz zum Einsatz kommen.
Dagegen dürfte die Laminatproduktion in Europa ihren Zenit überschritten
haben. 2008 zeigte sich hier erstmals eine rückläufige Entwicklung. Dieser
Rückgang ist nicht nur der globalen Immobilienkrise geschuldet, sondern
resultiert auch aus dem Aufbau von Produktionskapazitäten in wichtigen
ausländischen Absatzmärkten.
Zur Branchenanalyse Holzgewerbe
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