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[Düsseldorf, 18. Februar 2010] Nach massiven Auftragseinbrüchen ab Ende 2008
zeigen sich im Maschinenbau seit September 2009 wieder erste Signale für eine
Trendwende. Im Vergleich zu den fünf Boomjahren von 2003 bis 2008 wird
allerdings die Auslastung einiger Teilbranchen aufgrund langer Produktions- und
Auslieferzeiten im ersten Quartal 2010 nur bei 10 bis 20 % der Spitzenauslastung
vor der Krise liegen. Dies gilt z.B. für die von der kriselnden
Automobilindustrie stark abhängigen Hersteller von Werkzeugmaschinen.
Eine durchgreifende Besserung der Lage erwartet die IKB erst im Verlauf des
Jahres 2011. Die Schwellenländer werden bereits in 2010 wieder verstärkt
deutsche Maschinen ordern. Das Inlandsgeschäft wird aber indirekt noch an den
Folgen des schwächeren Privaten Verbrauchs sowie erheblich rückläufiger
Ausrüstungsinvestitionen leiden.
Positive Perspektiven gibt es nach Ansicht der IKB langfristig vor allem in
der Umwelttechnik sowie bei energieeffizienten und Ressourcen schonenden
Produktbereichen.
Trotz dieser positiven Aussichten ist in den Jahren 2010 und 2011 mit einem
Anstieg der Insolvenzen zu rechnen. Dies ist zum einen direkte Folge der
globalen Wirtschaftskrise, zum anderen typisches Konjunkturmuster, denn der
Höhepunkt der Insolvenzen erfolgt erst bei bereits eintretender Erholung der
Nachfrage; unter Umständen dann infolge mangelnder Liquidität zur
Vorfinanzierung der Aufträge.
Die IKB geht davon aus, dass ausländische Investoren die aktuelle Schwäche
einiger Unternehmen des Maschinenbaus nutzen werden. Aktuell ist ein Interesse
von Unternehmen aus Asien bzw. speziell China zu beobachten, vermehrt in
Deutschland Maschinenbau-Unternehmen und damit das Know-how deutscher Hersteller
zu akquirieren.
Zwischen 2004 und 2008 war die Insolvenzquote mit 0,8 % bei Unternehmen
größer 10 Mio. € Umsatz erfreulich gering gewesen. Hinzu kommt, dass die Zahl
der Unternehmen im traditionell stark mittelständisch geprägten und sehr breit
diversifizierten deutschen Maschinenbau seit dem Jahr 2000 deutlich gestiegen
ist: Bei Unternehmen mit Umsätzen zwischen 10 und 250 Mio. € um 30 % auf 2.440
im Jahr 2008. 120 Unternehmen erzielten 2008 Erlöse größer 250 Mio. €.
Den weltweiten Maschinenbaumarkt dominieren fünf Länder, wobei der
chinesische Anteil von 2000 bis 2008 von 5 % auf 17 % gewachsen ist. Damit hat
China die Führung vor Deutschland, USA, Japan und Italien übernommen, auch wenn
die größten, knapp 20 Anbieter mit Umsätzen größer 5 Mrd. € noch aus den USA,
Japan und Deutschland stammen.
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